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Archiv des MonatsNovember, 2006

Dienstleister in den Gewerbezonen

Dienstleister in den Gewerbezonen:
Laut Karlheinz Außerhofer (Immobilienmakler und Präsident der Südtiroler Maklervereinigung) war dies der größte, schlimmste und nachhaltigste Fehler, welcher in den Raumordnungsbestimmungen in Südtirol je gemacht wurde.

Hier einige Ausschnitte aus dem sehr interessanten, in der „Dolomiten Anzeigenmarkt“ erschienenen Artikel.

Dienstleister gehören nicht in Gewerbezonen:

„Die Gewebezonen wurden jedoch nicht für die Dienstleister, Wirtschaftsberater, Architekten, Versicherungsbüros und Anwaltssozietäten geschaffen.

Als Dienstleister leisten sie Dienste an der Bevölkerung – und gehören daher in das Stadt- oder Dorfzentrum.“

Die Folgen dieses Zustandes sieht Außerhofer in der Entvölkerung der Stadt- und Dorfzentren:

„Seit jeher haben Rechtsanwälte, Architekten und andere Freiberufler Büroräume, Stockwerke, auch Häuser in den Zentren angemietet, diese auch oft restauriert und in Stand gehalten. Ihre Kunden und auch die Angestellten haben die Zentren mit bewegt und mitgestaltet.“

Die Abwanderung der Kunden und Angestellten habe längst begonnen:

„Es ist heute kaum mehr möglich Büroflächen zu einem annehmbaren Preis in den Zentren zu vermieten.“

Ein großes Problem ergibt sich somit für die Erhaltung der Stadtfassaden und der historischen Bausubstanz.

„Auf der einen Seite versucht man alles zu tun, auf legale und illegale Weise, um in den Zentren den Detailhandel weiterblühen zu lassen, indem man Einkaufzentren vermeidet.

Auf der anderen Seite baut man den Dienstleistern goldene Brücken, damit sie die Zentren entvölkern. Wo bleibt hier die Logik?“

Die Folge: der Ruf nach einem Einkaufszentrum wird wieder lauter werden.

„Man wird die Forderung nach dem Einkaufszentrum damit begründen, dass die Leute eh schon draußen arbeiten und in den Zentren sowieso kein Parkplatz vorhanden ist. Stimmt ja auch!“

Außerhofers Lösungsansatz:

„Zur Ausweisung von immer mehr Gewerbeland möchte ich empfehlen, die bereits vorhandenen und von den Betrieben nicht genutzten Flächen zu überprüfen und zu erheben.
Auch sollen die Konventionen, welche die einzelnen Betriebe eingegangen sind, einer Überprüfung unterzogen werden. Die betrieblich überflüssigen und nicht genutzten Flächen sollen dann zuerst enteignet und anderen Betrieben zugewiesen werden, bevor man neues Gewerbeland ausweist und enteignet.“

Das war jetzt ein etwas längerer Blogbeitrag mit vielen Zitaten, aber ich finde es gut wenn jemand wie Karlheinz Außerhofer die Regierenden in Südtirol auch mal ein wenig bei der Nase nimmt.

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Klimahaus Modewort?

Eine, wie ich finde, äußerst interessante Diskussion über das Thema „Klimahaus: Marke oder Modewort“ ist in der FF-Beilage Südtirol Panorama erschienen:

Diskussionsteilnehmer sind Norbert Lantschner (Direktor KlimaHaus Agentur), Christoph Mayr-Fingerle (Bozner Architekt) sowie Walter Andreaus (Südtiroler Verbraucherzentrale)

Die Kritiken an Norbert Lantschner gehen vor allem in Richtung Mangel an gesamtheitlichen Denken.

Hier einige Auszüge:

Norbert Lantschner:

Wenn wir viele der damals (Anm. 60er- und 70er Jahre) gebauten Häuser nicht auf einen Standard bekommen, den die Menschen bezahlen können, werden wir soziale Dramen erleben.

Christoph Mayr-Fingerle:

Die Klimahaus-Diskussion reduziert sich ausschließlich auf das einzelne Objekt, das gesamtheitliche Denken fehlt vollkommen.

Walter Andreaus:

Das Klimahaus sagt noch lange nichts über die Qualität der verwendeten Materialien aus.

Christoph Mayr-Fingerle:

Zu erklären was ein gutes Haus ausmacht, ist natürlich schwerer zu sagen als: „Mit einer Wärmedämmung von 30 Zentimetern bist du in Ordnung.“ Man macht damit aber keine Aussage über die Qualität der Architektur.

Walter Andreaus:

Zumal der Kunde jetzt einen Ferrari im Hausbau bekommt, werden die Kosten von den Herstellern in die Höhe getrieben.

Norbert Lantschner:

Wärmeschutzgesetze sind sehr wohl im Interesse der Kunden. Gleichwohl wie das behagliche und gesunde Wohnen, denn 90 Prozent unserer Lebenszeit verbringen wir nun mal in Innenräumen.

Christoph Mayr-Fingerle:

Der Slogan „Leben im Plus“ kann aber dazu verleiten, alles andere als ein „Leben im Minus“ zu bewerten. Das kann es nicht sein.

Sobald der Artikel online gestellt wird werde ich ihn verlinken:

Nachtrag 11.12.2006

Der vollständige Diskussionsbeitrag von Panorama ist jetzt online. Hier wie versprochen der Link KlimaHaus: Marke oder Modewort?

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Schlemmertipp: Sissi Meran

Einen bereits vielen bekannten Schlemmertipp schickt mir Raimund aus Lana:

Restaurant Andrea Fenoglio Meran (Sissi)

Zwar recht teuer… aber einsame Spitze :-)

sissi meran

Ich war ehrlich gesagt nur einmal dort, als es noch in der Plankensteinstrasse war.
(muss ca. 10 Jahre her sein, da das Restaurant bereits 1998 in die Galileistrasse umgezogen ist)

Guter Grund mal wieder hinzugehen :-)

Restaurant Andrea Fenoglio
G. Galilei Strasse 44 - I-39012 Meran (BZ)
Tel. +39 0473 231062 - Fax. +39 0473 237400
Email: sissi@andreafenoglio.com

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energieeffiziente Altbausanierung

Nach Klimahaus (Neubau) ist energieeffiziente Altbausanierung jetzt der Schlager.
Im Rahmen einer Tagung sind heute die besten Projekte prämiert worden:

das Wohnhaus Spechtenhauser in Laas (Architektin Ruth Pinzger), das Wohnhaus Wielander/Meister in Schlanders (Architekt Lukas Wielander) oder das “Haus Aichner” in Klausen (Architekt Christoph Mayr Fingerle). Und schließlich wurde auch die Sanierung einer 52 Wohnungen umfassenden Wohnanlage prämiert. Sie steht in Milland, ist im Besitz des Wohnbauinstituts und trägt die Handschrift von Architekt Christian Moser.

Den ganzen Bericht gibt’s hier

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ich portraitiert von Klaus Pobitzer

Der Künstler Klaus Pobitzer ist einer der “schrägsten Vögel” die ich kenne (eben ein Künstler ;-). Als ich ihn anlässlich des Sealamorktes in Glurns traf hat er mich gleich portraitiert.

Markus Daniel

Vielleicht hänge ich ja demnächst als Riesen-Kunstobjekt in Singapur?

Der aus Schlanders stammende Künstler wohnt seit 1995 in Wien.

coole URL: http://www.oo0o00o0oo.com/
noch coolere email: oo0o00o0oo@oo0o00o0oo.com

Weltweit bekannt geworden ist Klaus und anderem durch seine “pop-artigen Wand-Installationen”, die auch mal 30 Meter hoch sein können!
Beispiele gefällig:

Ausstellung von Klaus PobitzerLandeskrankenhaus InnsbruckMathilde von Klaus PobitzerBronia von Klaus Pobitzer
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Fahrverbote in Südtirol

Ja Ja, die Zeit der Fahrverbote ist wieder da.
Gleich 16 Südtiroler Gemeinden machen beim Fahrverbot mit.

Fahrverbot

Der LVH einen Fahrverbotsberater im Internet unter www.fahrverbote.lvh.it eingerichtet.

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