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Archiv zur KategorieRaumordnung

Heisses Eisen Raumordnungsgesetz

Die Diskussionen bei der Reform des Raumordnungsgesetztes gehen heftig weiter:

Es könne nicht sein, dass Bauwirtschaft, Handwerker, Hoteliers und Bauern das Urbanistikgesetz schrieben, während die Interessen der großen Masse der Bevölkerung unberücksichtigt blieben, kritisiert die Verbraucherzentrale.

Zum Artikel Verbesserung der Wohnsituation roter Faden bei Raumordnungsgesetz 

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Verbraucherzentrale: mieten statt kaufen

Die Verbraucherzentrale fordert Maßnahmen gegen die ständigen Ausgabensteigerungen beim Wohnen:

„Nicht mehr der Erwerb einer Eigentumswohnung um jeden Preis, auch um jenen der hoffnungslosen Verschuldung sollte das Ziel der Südtiroler sein. Vielmehr sollte man sich bei der Überarbeitung des Urbanistikgesetzes auch Maßnahmen überlegen und die Weichen dafür stellen, dass künftig vermehrt preiswerte Mietwohnungen geschaffen werden“

Zum Stol Artikel Mieten statt Bauen: VZS fordert Revision des Urbanistikgesetzes

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Ensembleschutz-Wort des Jahres

“Ensembleschutz”, ein Fachbegriff aus der Denkmalpflege, ist von einer elfköpfigen Jury der Sprachstelle im Kulturinstitut, der EURAC und der Uni Bozen zum Südtiroler Wort des Jahres 2006 gewählt worden.
Mit dem Wort „Ensembleschutz“ ist der Schutz von historisch wertvollen Gebäuden, Straßen, Häusergruppen usw. gemeint.

Quelle: Südtirol1

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Einfamilienhäuser in Südtirol

Schon vor einigen Jahren sagte mir ein Geometer, dass es in Zukunft für Südtiroler kaum mehr möglich sein wird ein eigenes freistehendes Haus zu bauen, „wo man rundherum laufen kann“.

Angetan hat es mir schon wieder ein Artikel („Lasst die Leute Häuser bauen“) von Karlheinz Außerhofer der im letzten Dolomiten Markt erschienen ist.
Da der Artikel leider nicht online nachzulesen ist, werde ich erneut versuchen einige Schlüsselstellen zu zitieren.
Außerhofer bemängelt, dass in Südtirol die Einfamilienhäuser zu kurz kommen und schlägt in seinem Beitrag vor, in der Südtiroler Raumordnung und vor allem in den Gemeinden den Bau von Einfamilienhäusern für Südtiroler Familien vorzusehen.

„In größeren Gemeinden und Stadtgemeinden ist diese Möglichkeit nur in den schon bestehenden „Auffüllzonen“ möglich, das heißt durch Abriss oder Ausbau von schon bestehenden Gebäuden oder in deren Gärten, welche natürlich entweder gar nicht oder – wenn schon – zu horrenden Preisen verkauft werden“

Außerhofer fordert auszuweisende Villenzonen in den Bauleitplänen

Ich kann aus Erfahrung sagen, dass für solche Grundstücke ein breiter Südtiroler Markt vorhanden ist. Endlich könnten sich viele Familienväter ihren Wunsch nach dem eigenen Haus erfüllen und wären nicht mehr gezwungen, ihr Vermögen in Wohnungsmitbesitz – noch dazu auf ewig konventioniert – zu investieren.“

In Südtiroler Gemeinden gäbe es genügend ideale Lagen (auch Hanglagen) welche sich geradezu anbieten, mit Einfamilienhäusern bebaut zu werden. Weiters gäbe es hierbei auch keinen Zweitwohnungs- und Touristenmarkt, so Außerhofer.

„Deshalb sollte dabei auch auf die Landesbindungen verzichtet werden. Das Land muss nicht überall seine Hand darauf legen, was mit selbst verdientem und versteuertem Geld geschaffen wird.

Folgende Vorteile sieht Außerhofer:

  • viele Wohnungswünsche könnten erfüllt werden
  • Privatvermögen wird in Südtirol geschaffen und bleibt auch da. Das Geld fließt nicht in auswärtige Immobilien.
  • Die Bauwirtschaft erhält neue Impulse
  • Es müssten weniger 08/15-Kondominien errichtet werden.
  • Der Immobilienmarkt wird zum Vorteil von Erstinvestitoren belebt, da ja bereits bestehenden Wohnungen günstig auf den Markt kommen.

Dem Wunsch Außerhofers, in den Gemeinden eine Diskussion anzuregen kann ich mich nur anschließen.

Apropos: Sollte jemand die Bildergalerie schöner Wohnhäuser in Südtirol nicht gesehen haben, hier ist der Link. 

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Dienstleister in den Gewerbezonen

Dienstleister in den Gewerbezonen:
Laut Karlheinz Außerhofer (Immobilienmakler und Präsident der Südtiroler Maklervereinigung) war dies der größte, schlimmste und nachhaltigste Fehler, welcher in den Raumordnungsbestimmungen in Südtirol je gemacht wurde.

Hier einige Ausschnitte aus dem sehr interessanten, in der „Dolomiten Anzeigenmarkt“ erschienenen Artikel.

Dienstleister gehören nicht in Gewerbezonen:

„Die Gewebezonen wurden jedoch nicht für die Dienstleister, Wirtschaftsberater, Architekten, Versicherungsbüros und Anwaltssozietäten geschaffen.

Als Dienstleister leisten sie Dienste an der Bevölkerung – und gehören daher in das Stadt- oder Dorfzentrum.“

Die Folgen dieses Zustandes sieht Außerhofer in der Entvölkerung der Stadt- und Dorfzentren:

„Seit jeher haben Rechtsanwälte, Architekten und andere Freiberufler Büroräume, Stockwerke, auch Häuser in den Zentren angemietet, diese auch oft restauriert und in Stand gehalten. Ihre Kunden und auch die Angestellten haben die Zentren mit bewegt und mitgestaltet.“

Die Abwanderung der Kunden und Angestellten habe längst begonnen:

„Es ist heute kaum mehr möglich Büroflächen zu einem annehmbaren Preis in den Zentren zu vermieten.“

Ein großes Problem ergibt sich somit für die Erhaltung der Stadtfassaden und der historischen Bausubstanz.

„Auf der einen Seite versucht man alles zu tun, auf legale und illegale Weise, um in den Zentren den Detailhandel weiterblühen zu lassen, indem man Einkaufzentren vermeidet.

Auf der anderen Seite baut man den Dienstleistern goldene Brücken, damit sie die Zentren entvölkern. Wo bleibt hier die Logik?“

Die Folge: der Ruf nach einem Einkaufszentrum wird wieder lauter werden.

„Man wird die Forderung nach dem Einkaufszentrum damit begründen, dass die Leute eh schon draußen arbeiten und in den Zentren sowieso kein Parkplatz vorhanden ist. Stimmt ja auch!“

Außerhofers Lösungsansatz:

„Zur Ausweisung von immer mehr Gewerbeland möchte ich empfehlen, die bereits vorhandenen und von den Betrieben nicht genutzten Flächen zu überprüfen und zu erheben.
Auch sollen die Konventionen, welche die einzelnen Betriebe eingegangen sind, einer Überprüfung unterzogen werden. Die betrieblich überflüssigen und nicht genutzten Flächen sollen dann zuerst enteignet und anderen Betrieben zugewiesen werden, bevor man neues Gewerbeland ausweist und enteignet.“

Das war jetzt ein etwas längerer Blogbeitrag mit vielen Zitaten, aber ich finde es gut wenn jemand wie Karlheinz Außerhofer die Regierenden in Südtirol auch mal ein wenig bei der Nase nimmt.

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geförderter Wohnbau: mehr Platz

Die Raumordnungsreform gibt den Gemeinden neue Freiheiten.
Die Zusammenfassung eines Dolomiten Artikels über geförderten Wohnbau gibt’s hier.

Weiters wird der Begriff konventionierte Wohnung erklärt

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Spekulation und Raumordnung

folgender Artikel ist heute bei Stol erschienen:

„Der Spekulation einen Riegel vorschieben“

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